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Pflegezeitgesetz - kurzzeitige Verhinderung

Die Pflegezeit ermöglicht es Beschäftigten, sich für einen begrenzten Zeitraum unbezahlt, aber sozialversichert und ohne das Risiko eines Arbeitsplatzverlustes für die Pflege eines Angehörigen von der Arbeit freistellen zu lassen.

Möglich sind zwei Varianten:

  • Kurzfristige Arbeitsverhinderung (bis zu zehn Tage)

Bei unerwartetem Eintritt einer besonderen Pflegesituation haben Beschäftigte das Recht, bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernbleiben. Diese Zeit kann genutzt werden, um nötige Informationen einzuholen und eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren.

  • Dauer: bis zu zehn Tage
  • Ohne Vorankündigung möglich
  • In Unternehmen jeglicher Größe verpflichtend
  • Pflegeunterstützungsgeld bei Pflegekasse zu beantragen, ca. 90% des Nettogehalts
  • Pflegezeit (bis zu sechs Monate)

Sollen Angehörige in der häuslichen Umgebung gepflegt werden, kann Pflegezeit bis zur Dauer von sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Bei der Pflegeauszeit wird es pflegenden Angehörigen ermöglicht, die Pflege ihrer pflegebedürftigen Angehörigen in der häuslichen Umgebung für einen Übergangszeitraum selbst wahrzunehmen, eine für die/den Pflegebedürftigen dauerhaft gute Pflege zu organisieren oder eine Sterbebegleitung zu ermöglichen.

  • Dauer: bis zu sechs Monate
  • Vorankündigung mindestens zehn Werktage vor Eintritt der Pflegezeit
  • In Unternehmen ab 15 Beschäftigten verpflichtend
  • Keine Lohnfortzahlung Möglichkeit eines zinslosen Darlehens beim BAFzA
  • Anspruch auf Pflegegeld durch Pflegeversicherung
  • Beschäftigte sind weiterhin sozialversichert
  • Kündigungsschutz ab Ankündigung der Pflegezeit
  • drei Monate zur Sterbebegleitung