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Grußwort des Hessischen Sozialministers

Sozialminister Kai Klose

Laut Pflegestatistik wird ein Großteil der pflegebedürftigen Menschen zu Hause versorgt. Oft übernehmen die Pflege ausschließlich Angehörige oder Menschen aus dem nahen Umfeld.

Pflegende Angehörige sind dabei großen Belastungen ausgesetzt, besonders bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Deshalb startete bereits im Sommer 2013 die Initiative „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ mit 11 Unternehmen. Mittlerweile haben 213 Arbeitgeber mit insgesamt weit über 300.00 Beschäftigten die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterzeichnet. Diese Charta ist bundesweit einmalig. Sie ist das Herzstück der Initiative. Diese beteiligten Unternehmen signalisieren ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Angehörige pflegen, Unterstützung. Sie suchen gemeinsam Lösungen. So bieten viele Unternehmen beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Telearbeit, Jobtausch für die Zeit der Pflege und vieles mehr.

 

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Ausbildung von Pflege-Guides. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen werden zu Pflege-Guides ausgebildet. Sie stehen ihren Kolleginnen und Kollegen im Betrieb als Ansprechpartner zur Verfügung. Über 200 Pflege-Guides sind mittlerweile in hessischen Betrieben im Einsatz. Außerdem unterstützt die hessische Initiative die Unternehmen mit Fachveranstaltungen, Kompetenztrainings für Beschäftigte, Netzwerken sowie einem Stufenplan zur individuellen Umsetzung von Vereinbarkeitsmaßnahmen.

 

Vor allem unsere Kooperationspartner, das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V., die AOK -Gesundheitskasse in Hessen- und die berufundfamilie Service GmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – haben maßgeblich zum großen Erfolg der Initiative „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ beigetragen.

 

Ich freue mich, dass die Initiative auch in Zukunft weitergeführt werden wird.