Seiteninhalt

Familienpflegezeitgesetz

Wenn Beschäftigte nach Ablauf der durch das Pflegezeitgesetz möglichen Freistellung eine länger dauernde Reduzierung ihrer Arbeitszeit benötigen, können sie insgesamt bis zu 24 Monaten eine Familienpflegezeit in Anspruch nehmen. Die bis zu 10-tägige kurzzeitige Arbeitsverhinderung nach dem Pflegezeitgesetz wird auf die 14monatige Gesamtdauer nicht angerechnet. Die verschiedenen Freistellungen müssen unmittelbar aufeinander folgen. Bei der Familienpflegezeit muss die wöchentliche Arbeitszeit mindestens 15 Stunden betragen. Auch hier hat ein Beschäftigter einen Anspruch auf ein zinsloses Darlehen, um die Einkommenssituation abzufedern. Freistellungsansprüche nach dem Familienpflegezeitgesetz bestehen bei Arbeitgebern mit mehr als 25 Beschäftigten.

 

Von den gesetzlichen Regelungen profitieren Beschäftigte und Arbeitgeber gleichermaßen:

  • Beschäftigte sind bei verbindlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Rentenansprüche, finanziell abgesichert. Sie können den Kontakt zum Unternehmen aufrechterhalten und nicht zuletzt Pflege und Beruf besser vereinbaren.
  • Arbeitgebern bleiben ohne finanziellen Mehraufwand qualifizierte Beschäftigte erhalten. Mithin sind sie hinsichtlich ihrer Personalplanung abgesichert.