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Der demografische Wandel verändert die Gesellschaft

Im Jahr 2012 gab es in Deutschland 2,46 Millionen Pflegebedürftige. Laut Prognose steigt die Anzahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 auf 3,2 Millionen. Diese Veränderungen sind mit regionalen Unterschieden auch in Hessen erheblich. In Hessen leben heute rund 6 Millionen Menschen. Von ihnen sind rund 1,2 Millionen Menschen 65 Jahre oder älter. Bis 2060 nimmt die Bevölkerung um rund 19 Prozent auf 4,9 Millionen Menschen ab. Jeder Dritte wird dann voraussichtlich 65 Jahre oder älter sein. Der Anteil der unter Zwanzigjährigen wird hingegen nur noch 15,7 Prozent betragen, der Anteil der Hochbetagten wird auf nahezu 15 Prozent im Jahr 2050 anwachsen.

Schwindender Nachschub für den Arbeitsmarkt

Deutschlandweit verlassen vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2030 rund 19 Millionen Erwerbspersonen den Arbeitsmarkt, lediglich rund 15,5 Millionen kommen neu hinzu, Zuwanderung eingerechnet. Arbeitgeber sind daher zukünftig verstärkt darauf angewiesen, die Potenziale der erfahrenen Fachkräfte nutzen zu können und sie an das Unternehmen zu binden.

Auch jüngere Beschäftigte betroffen

Aufgrund der demographischen Entwicklung betreffen Pflegeaufgaben immer mehr Beschäftigte - und nicht nur ältere Beschäftigte. Rund ein Drittel der Erwerbstätigen, die pflegen, ist jünger als 40 Jahre. Das „Kümmern“ um Eltern fällt dann häufig auch mit Kinderbetreuungsaufgaben zusammen. Pflegesituationen sind darüber hinaus unterschiedlich. Durch Unfall oder Krankheit können sie prinzipiell in jedem Alter relevant werden. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit Pflegeaufgaben bleibt erwerbstätig: Nur ein Viertel gibt die Berufstätigkeit ganz auf, ein weiteres Viertel schränkt die Berufstätigkeit (vorübergehend) ein.