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Mit der Unterschrift ein Zeichen setzen: Zahlreiche Unternehmen und Organisationen sind der Initiative bereits beigetreten. Foto: Katharina Schwerber

Charta für Arbeitgeber rückt das Thema Pflege in den Vordergrund

Elf Unternehmen und Organisationen in Hessen haben im November 2013 gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration erstmals einen neuen Weg gewählt, um den Herausforderungen des Themas „Beruf und Pflege“ aktiv zu begegnen. Die bundesweit erste Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege will das vorhandene Engagement der Arbeitgeber sichtbar machen und dadurch weitere Betriebe und Organisationen zur Mitarbeit anregen. Die Initiative hat Erfolg: Mittlerweile haben sich schon insgesamt 96 Unterzeichner der Charta angeschlossen (Stand 31.12.2015).

Freiwilliges Selbstbekenntnis

Im Hinblick auf eine bessere Vereinbarkeit geht es den Charta-Mitgliedern vor allem darum, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Anforderungen der Arbeitgeber als auch den Belangen der Pflegenden sowie deren pflegebedürftigen Angehörigen Rechnung tragen. Dabei ist die Enttabuisierung des Themas Pflege ein erster grundlegender Schritt. Beschäftigte, die Verantwortung für ihre pflegebedürftigen Angehörigen übernehmen, sollen in ihrem Arbeitsumfeld gewürdigt und unterstützt werden.

Mit der Unterzeichnung der Charta bekennen sich die Unterzeichner
  • zur Enttabuisierung und Würdigung der Übernahme von Pflegeaufgaben,
  • zur  Förderung einer entsprechenden Organisationskultur,
  • zum lösungsorientierten Umgang mit den Situationen der pflegenden Beschäftigten,
  • zur Förderung des internen und externen Dialogs.
Die Unterschrift unter die Charta ist ein freiwilliges Selbstbekenntnis zur Würdigung der Pflegearbeit von Beschäftigten.